Sehr geehrte Elchingerinnen und Elchinger,

nicht nur der Innerortsverkehr ist ein ewiges Thema an dem wir uns stören, auch den geplanten Autobahnausbau beobachten wir mit Sorge.

Unsere Argumente, dass

  1. die zu erwartenden Lärmwerte deutlich höher sein werden als die berechneten Lärmwerte des Immissionsgutachtens,
  2. die zulässigen Grenzwerte nach heutigem Stand der Erkenntnisse viel zu hoch sind,
  3. in eine gesamtheitliche Betrachtung auch die Lärmimmission der A7, der Umgehungsstraße und der Bahnstrecke mit einzubeziehen ist,

werden von der Autobahndirektion ignoriert bzw. als nicht begründet abgelehnt.

Nach neuesten Recherchen sind unsere Bedenken und Argumente sehr wohl begründet. In den neuesten Drucksachen des Bundesrates und Bundestages werden von Fachgremien genau diese 3 Punkte bestätigt! Einerseits sei die Datenerhebung als nicht adäquat und veraltet dargestellt, andererseits sind die Grenzwerte als zu hoch angesetzt und andere Geräuschbelastungen durch andere Straßen und Schienenwege sind in die Datenerfassung mit zu berücksichtigen. Genau das, was wir schon immer gesagt haben!  

Für Elchingen bedeutet das:

Bereits bei den im Lärmgutachten verwendeten „alten Grenzwerten und Berechnungsverfahren“ ist für mehrere Häuser in Elchingen zusätzlicher „passiver Lärmschutz“ notwendig, d.h. die geplanten aktiven Lärmschutzmaßnahmen sind nicht ausreichend.

Ausgehend von veralteten Daten werden mit nachgewiesen zu hohen Grenzwerten viel zu schwache Lärmschutzmaßnahmen ergriffen.

Ein Großteil der Bürger bekommt bei einem zusätzlichen Schutzbedarf von bis zu 7 dB/A nicht den von den Fachgremien und der WHO als notwendig erachteten Lärmschutz! Und dass nur, weil die neuen Daten erst in nächster Zeit umgesetzt werden sollen. Dieses „Feigenblatt“, dass diese neuen Erkenntnisse nicht in laufende Verfahren Verwendung finden, macht einen sprachlos. In jedem anderen Beruf werden immer sofort die neuesten Erkenntnisse verwendet.  Wenn der Bau beginnt sind die Grundlagen schon überaltert. Die Erinnerungen an den Bau des Berliner Flughafens werden wach….

Wir werden deshalb noch einmal aktiv und werden unsere Verbindungen nutzen, damit wir die uns neuen Erkenntnisse (die den Planern mit Sicherheit bereits lange vorliegen(!)) an die politischen Stellen weiterleiten in der Hoffnung, dass wir den uns zustehenden Lärmschutz nach neuesten Erkenntnissen auch bekommen - und nicht nach veralteten Daten. Im Anhang  unten können Sie den ganzen Brief lesen. Dort haben wir auch detaillierter unser Anliegen beschrieben und die beiden Drucksachen des Bundesrates und Bundestages verlinkt.

Es geht hier um ein Projekt, dass die nächsten Jahrzehnte massiv unsere Lebensqualität beeinflusst.

Wir bleiben dran!

Ihre FWE